Warum Pseudonymisierung?
Pseudonymisierung ist ein Datenschutzverfahren, bei dem personenbezogene Daten so verarbeitet werden, dass sie nicht mehr ohne zusätzliche Informationen einer bestimmten Person zugeordnet werden können. Im Unterschied zur Anonymisierung bleibt eine spätere Zuordnung bei Bedarf möglich. Dies ist ein entscheidender Vorteil für die medizinische Forschung.
Pseudonymisierung
- Daten können mit Zusatzinformationen wieder zugeordnet werden
- Zusatzinformationen werden getrennt und sicher aufbewahrt
- Ermöglicht Nutzung für Forschung und legitime Zwecke
- Rückführung aus rechtlichen Gründen möglich
Anonymisierung
- Daten können keiner Person mehr zugeordnet werden
- Keine Rückführung möglich – auch nicht mit Zusatzinformationen
- Stärkster Datenschutz, aber keine nachträgliche Korrektur
- Für medizinische Forschung oft zu restriktiv
Pseudonymisierungsprozess
Erste Stufe – interne PID in der medizinischen Einrichtung
Probandinnen und Probanden übermitteln MDAT und IDAT an die Einrichtung. Diese generiert intern eine Patienten-ID (PID) – die erste Stufe der Pseudonymisierung.
Zweite Stufe – PSN durch die Treuhandstelle
Der Projektpartner übermittelt PID und IDAT an die Treuhandstelle. Diese generiert anhand der PID ein Pseudonym (PSN) und gibt es zurück.
Weitergabe an Forschungsdatenbank
Der Projektpartner übermittelt PSN und MDAT an eine Forschungsdatenbank – vollständig pseudonymisiert und ohne Personenbezug nutzbar für unterschiedliche Studien.